März / April 2024


Mai/Juni/Juli 2024

März 2024

Alles in allem war der März ein ruhiger und ereignisloser Monat.

Aber trotzdem gab es kleine Feierlichkeiten. Am 3. März war Treffen der Kolbermoor Connection, diesmal in Wolfratshausen bei Geli. Da hab ich leider keine Fotos von.

Und am 5. März feierte Hermann, mein Freund und Arbeitskollege von Keithley Instruments, kurz entschlossen seinen 70sten im Thalassa in der Cimbernstraße beim Luise-Kiesselbach-Platz. Sehr gutes Essen, aber die hätten uns gerne gleich nach dem Essen wieder rausgeschmissen, weil sie den Tisch noch mal vergeben wollten. Es war furchtbar eng und am liebsten hätten sie die Leute übereinander gestapelt. Ich habe durchaus dafür Verständnis, wenn jemand geschäftstüchtig ist, aber das ging zu weit.

Und wieder einmal in Hainsfarth

Am Mittwoch, dem 6. März bin ich dann wieder nach Hainsfarth gefahren.

Ich habe nun das letzte Holz von den Decken gerissen und alles zum Wertstoffhof gebracht. Außerdem fiel auch wieder Gartenarbeit an, aber muß ja nicht extra erwähnt werden.

Am Sonntag, den 17. März 2024 war bei schönem Wetter Markt in Öttingen. Es war mehr los als ich erwartet hatte, aber es war immer noch sehr übersichtlich. Vorher gab es ein köstliches Mittagessen im Ochsen und dann auf dem Marktplatz ein Eis.

Die nächsten Tage waren zum Teil ganz schön und natürlich für die Jahreszeit zu warm, aber das war eine gute Gelegenheit das Motorrad herauszuholen.

Scooby-Doo
Wer kennt das noch?
Die Zeichentrick Serie Scooby-Doo gibt es seit 1969. Ich muß aber gestehen, ich habe das nie gesehen.

Die Tage werden wieder länger und die Temperaturen steigen wieder. Es braucht wohl nicht zu erwähnt werden, daß der Februar der Wärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen war und auch der März scheint mir schon wieder viel zu warm. Und um es gleich vorweg zu nehmen, es war auch der wärmste März seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.

Ansonsten vergingen die Tage mit Renovierungsvorbereitungen und Gartenarbeiten. Sobald ich irgendwas im Garten mache, wird das natürlich genau von Mom kontrolliert.

Am Mittwoch, dem 27. März ist dann Monika gekommen, frisch erholt von ihrem Urlaub auf Malta. Ich konnte dann zur Erholung nach München fahren.

Zurück in München

Über die Osterfeiertage (30./31. März) war es sehr warm, so daß wir schon auf der Terrasse essen konnten (links). Danach ein kleiner Verdauungsspaziergang mit einem Cafébesuch (rechts).

Wie gesagt, es war nichts los im März.

April 2024

Im April war schon ein bisschen mehr los. Am Samstag, dem 6. April war mein 70ster Geburtstag, aber wegen all der Hinundherfahrerei zwischen München und Hainsfarth, habe ich diesmal nicht gefeiert. Stattdessen sind wir wieder einmal zur Kirschblüte in die Fränkische Schweiz gefahren. Wie schon auch in den letzten Jahren war das immer wieder schön. Das Wetter war super, über 25°, natürlich viel zu warm für Anfang April. Am Rückweg sind wir noch in Forchheim bei Heidi (eine ehemalige Arbeitskollegin von Keithley Instruments, die ich schon seit den 80iger Jahren des vorigen Jahrhunderts kenne) und ihren Mann Karl, den ich schon fast genauso lange kenne, vorbeigefahren, die in ihrem Haus in Forchheim mit Gartenarbeit beschäftigt waren. Natürlich gab es zu Kaffee und Kuchen auch Sekt, ich hatte ja schließlich Geburtstag.

Was das Feiern anbelangt, hatte ich die Rechnung ohne Ellen gemacht, aber ich hatte schon etwas geahnt, nachdem sie mich für Sonntag den 7. April am Abend zum Essen in ein tolles Lokal (Rabenwirt in Pullach)  eingeladen hatte. Rein zufällig waren dann auch unsere Freunde Brunni und Hermann da. Brunni und Hermann sind ebenfalls alte Arbeitskollegen von mir aus den Zeiten bei Keithley Instruments. Witzigerweise kennen sich  Ellen und Brunni schon viel länger als ich. Wie klein die Welt doch ist.
Es war ein wunderschöner Abend in angenehmer Gesellschaft und mit sehr gutem Essen und Trinken.

❤️ Danke Ellen ❤️

Wieder in Hainsfarth

Am Montag, den 8. April bin ich dann wieder nach Hainsfarth gefahren um mich um Mom zu kümmern und nebenbei ein bißchen Garten- und Renovierungsarbeiten zu machen.

Eine zweifelhafte Ehre

Ich bin kein religiöser Mensch. Warum das so ist tut hier, zumindest jetzt, nichts zur Sache. Sicherlich spielen da auch solch schwachsinnige und menschenverachtende religiös bedingten Sprüche eine Rolle, wie sie von Vertretern der großen monotheistischen Weltreligionen zuweilen von sich gegeben werden, wie dieser, den ich kürzlich vom milliardenschweren Jetset-Terroristen und Hamas-Chef Ismael Hanija gehört habe. Er versteckt sich in Katar und lebt dort luxuriös auf seinem Anwesen, von wo aus er gegen Israel hetzt, während seine Landsleute im Gaza Streifen aushalten müssen. Drei seiner Söhne und mindestens vier seiner Enkelkinder sollen bei einem Luftangriff am Mittwoch den 10. April ums Leben gekommen sein, wie Reuters berichtet. Ismael Hanija schien es nicht besonders zu berühren, als er von der Hiobsbotschaft erfuhr. In einem Statement kurz darauf äußerte er sich auf Al Jazeera:
„Ich danke Allah für diese Ehre, die er uns mit dem Märtyrertod meiner drei Söhne und einigen meiner Enkelkinder erwiesen hat.“
Eigentlich hätte er sich bei den Israelis bedanken müssen, denn ohne diese hätte ihm Allah diese Ehre gar nicht erweisen können.

15. April 2024
LLL (Lena, Liam und Lily) kamen nach München. Da ich in Hainsfarth war hat Ellen die drei vom Flugplatz abgeholt.
Mit ein Grund für den Besuch war, daß Liam ein Fan von Arsenal ist, das am Mittwoch (17. April) gegen den FC Bayern verloren hatte und somit aus dem Titelkampf der Champions League geworfen wurde (🤣). Die drei hatten eine harte Zeit, denn einen Tag bevor sie nach München flogen, kamen sie erst aus Blackpool zurück, wo sie Liams Eltern und Schwester besuchten. Und Liam, als Pferderennfan, ging auf den Grand National in Aintree. Gäbe es keinen Grand National oder keine Arsenal Spiele in München, würden die Besuche bei der Verwandtschaft wohl spärlicher ausfallen.
Eine Anmerkung am Rande: In diesem Jahr waren Gott sei Dank „nur“ zwei tote Pferde während des Grand National Wochenendes zu beklagen.

Lily läßt das kalt, wie man sieht.

Da Liam von seinem Arbeitgeber nicht frei bekam, konnte er nicht mit Lena und Lily zu uns nach Hainsfarth fahren. Wir haben ihm deshalb bei uns in München ein Home Office eingerichtet, so daß er von dort aus via Internet seinen Job machen konnte, genauso wie er das normalerweise  in Littlehampton macht.

Am Wochenende 20./21. April 2024 war wieder Treffen der Kolbermoor Connection, diesmal turnusgemäß bei mir, und zwar in Hainsfarth. Das schöne Wetter der letzten Tage hat sich hin zu einem richtigen Sauwetter entwickelt, mit Temperaturen um den Gefrierpunkt in der Nacht.
Mom war ganz aufgeregt und hatte schon vorher Quarkbällchen gemacht.
Ansonsten hatten wir ein volles Programm:
Samstag: Nachmittags Kaffee und Kuchen bei mir, bzw. bei Mom und Abendessen in der Pizzeria Romana.
Sonntag: Frühstück wieder bei mir. Dank Ellens aufopfernden Einsatzes und ihrer generalstabsmäßigen Planung und Organisation hat alles hervorragend geklappt und keiner mußte hungern. Außerdem hat es für mich und Mom noch die ganze restliche Woche gereicht und wir nichts kochen mußten.
Anschließend machten wir eine Sightseeing Tour durch Hainsfarth. Höhepunkt war die 1860 erbaute Synagoge, die aber geschlossen war.

Vielleicht ein wenig Geschichtliches:
Anfang des 19. Jahrhunderts lebten 452 Juden in Hainsfarth, das waren etwa 40% der Einwohner. Später, um 1820/1830 betrug der Anteil der Juden sogar knapp über 50%. Nach der Aufhebung des bayerischen Judenedikts von 1813, etwa in der Mitte des 19. Jahrhunderts, durften sich die Juden niederlassen wo sie wollten. So setzte eine Abwanderungswelle vor allem von jungen Familien in die Städte ein und Anfang des 20. Jahrhunderts waren es nur noch 135 jüdische Personen, was damals etwa 13% der Einwohner Hainsfarths entsprach. Der nach dem Ersten Weltkrieg stärker werdende Antisemitismus erhöhte nur noch die Abwanderung der Hainsfarther Juden und so wurden 1939 nur noch 24 jüdische Einwohner gezählt. Nach dem  Genozid an der jüdischen Bevölkerung in Deutschland während des dritten Reiches gab und gibt es nach dem 2.Weltkrieg keine jüdischen Bürger mehr in Hainsfarth.

Das absolute Highlight war aber der Besuch von meine Tochter Lena mit meinem Enkelkind Lily. Das war eine gute Gelegenheit ein 4-Generationenbild zu machen.

Mann, hat sich die Kleine weiterentwickelt in den paar Wochen in denen ich sie nicht gesehen habe.
Das Schöne war, daß sie überhaupt nicht gefremdelt hat und mich sofort als „Pops“ akzeptierte, nur nennt sie mich jetzt allerdings „Dude“. Mal sehen ob ich das wieder los werde.

22. April 2024
Heute kam der Baumwurzelstockfräser mit seiner nagelneuen Baumwurzelstockfräse und endlich wurden meine Baumwurzelstöcke entfernt, die nach meiner Baumfällaktion übrig geblieben waren.

30. April 2024
Ich war schon wieder in München, als nach gut einem halben Jahr die Wiedereröffnung der Staatsstraße 2216 gefeiert wurde, nachdem Hainsfarth sich so tapfer und erfolgreich gegen die Schließung des Bahnüberganges zwischen Hainsfarth und der B466 gekämpft hatte. Endlich kann man wieder durch Hainsfarth durchfahren ohne anhalten zu müssen.

Ebenso versäumt habe ich das heutige Maibaumaufstellen mit Bierzelt und Grillfest.

Tja, in Hainsfarth tanzt der Bär.
Manchmal.

Noch eine Schlussbemerkung:

Mir wird öfter gesagt, ich sei viel zu pessimistisch was meine Meinung in Bezug auf die Zukunft der Welt bzw. der Erde anbelangt. Zwar glaube ich, egoistisch wie ich bin, daß für den Rest meines Lebens die Welt noch einigermaßen halten wird bevor alles den Bach runter geht, aber für unsere Kinder und Kindeskinder sehe ich schwarz.
Hier einige keinesfalls neue Gründe für meinen Pessimismus:

  • Überaschenderweise hat Putin die Präsidentschaftswahlen in Russland gewonnen. Das garantiert zumindest eine gewisse Kontinuität und Sicherheit was die Fortdauer der militärischen Spezialoperation in der Ukraine anbelangt. Diesen Krieg kann die Ukraine alleine gar nicht gewinnen. Seltsam, daß man von Lukaschenko aus Belarus nichts mehr hört. Ich fürchte immer noch, daß er nur auf den Befehl von Putin wartet um im Krieg gegen die Ukraine zu einzugreifen.
  • In den USA wird im schlimmsten aber nicht unwahrscheinlichsten Fall Trump Präsident werden. Die Kombination Putin und Trump läßt nichts Gutes für Welt erahnen. Und dann ist da ja noch Xi Jinping, der die Weltherrschaft anstrebt.
  • Im Gaza Streifen sehe ich in absehbarer Zeit auch keine friedliche Lösung und das Ganze kann immer noch zu einem Flächenbrand nicht nur im nahen Osten ausarten.
  • Kein Rückgang der Flüchtlingsströme von Süd nach Nord bei uns in Europa und auch in den Amerikas. Komisch, daß es keine Flüchtlingströme nach Russland gibt, außer den staatlich gelenkten, die man über Russland und Belarus nach Europa schickt um dieses zu schwächen.
  • Von den Kriegen im Sudan, Myanmar und den Konflikten in Iran, Iraq, Syrien Libanon und sonst noch wo will ich erst gar nicht reden.
  • Aber was noch viel viel gefährlicher ist und vermutlich weltweit zu noch mehr Konflikten und Kriegen führen wird ist die Tatsache, daß der Klimawandel nicht mehr aufzuhalten ist, auch wenn sich noch so viele Aktivisten auf die Straßen kleben. Der April war jetzt bereits der elfte Monat in Folge der der Wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen war. Die führenden Politiker und Wirtschaftsbosse weltweit kennen alle diese Problematik, aber eine unermessliche Gier läßt alle mit Vollgas so weitermachen wie bisher um möglichst viel Profit zu machenbevor es zur Katastrophe kommt.

Bin ich wirklich zu pessimistisch?
Ich finde ich bin nur realistisch.

2 Kommentare
  1. Gerd
    Gerd sagte:

    Lieber Johann,
    vielen Dank für deinen Block und deine Meinung zur Weltlage. Deshalb möchte ich dir auch meine Meinung mitteilen und wie ich versuche, auch die Lage in Deutschland,z.B. in linkedin zu teilen und verbreiten: https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/schuldenbremse-deutsche-wirtschaft-1.7251131
    Wirtschaftsinstitute sehen Investitionsbedarf von 600 Milliarden Euro“
    https://images.gutefrage.net/media/fragen/bilder/wie-wuerdet-ihr-die-karikatur-analysieren-und-wie-die-schuldenbremse-beschreiben/0_big.jpg?v=1702213990000
    Dazu würde mich auch deine Meinung interessieren.
    Beste Grüße
    Gerd
    Gerd

    Antworten
    • Johann
      Johann sagte:

      Ich halte eine Schuldenbremse für sinnvoll.
      Wenn das Geld nicht reicht, dann richtet man halt ein Sondervermögen ein 🤪

      Was die Steuertricks der Superreichen anbelangt: das fällt unter die unermessliche Gier, die ich ja erwähnt habe. Und das betrifft Politiker, Wirtschaftsbosse und wer auch immer noch zu den Superreichen gehört. Schade, daß sich manche oft nicht mehr erinnern können, siehe Olaf Scholz und Cum Ex Affäre in Hamburg.

      Antworten

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