Juli 2026
♦ Hainsfarth ♦ München ♦
demnächst:
Mittwoch, 1. Juli 2026
Heute bin ich wieder nach Hainsfarth gefahren, sodass Monika Wieder nach Fürstenfeldbruck fahren konnte, denn heute hat Jakob, ihr Enkelkind, Geburtstag.
Donnerstag, 2. Juli 2026
Nachdem die Trockenheit unvermindert anhält und es sowieso Zeit wird die Blumenwiese zu mähen, habe ich das heute getan. Mein Rasenmäherchen ist für solch einen Wildwuchs nicht geeignet. Dazu bräuchte man einen Balkenmäher.
Also habe ich die Schnitthöhe maximal eingestellt und bei meinen Bahnen immer nur die halbe Mähbreite ausgenützt und so wurde ich der Blumenwiese doch Herr. Danach habe ich noch mit kleinerer Schnitthöhe die Stoppeln gemäht. Das abgemähte Gras war sehr leicht, es war ja praktisch schon Heu, strohtrocken bzw. „heutrocken“.
Jetzt habe ich nur noch braune Stoppeln in der Wiese und es ist weiterhin kein Regen in Sicht.
Laut dem Klimadienst Kopernikus war der Juni wieder einmal der heißeste Juni seit Beginn der Aufzeichnungen. Der Juli schaut auch nicht aus, als ob er kühler als der vorherige werden würde.
Sonntag, 4. Juli 20.26
Der jüdische Religionslehrer und Kantor Yonatan Amrani aus Nürnberg. Er wurde als jüdischer Araber im Jemen geboren, wuchs dann in einer israelischen Siedlung in der Westbank (West Jordan Land) auf und kam dann irgendwie nach Deutschland und ist hier mit einer fränkischen Schickse verheiratet. Schickse ist ein jiddischer Begriff, der etwas abwertend für eine nichtjüdische Frau verwendet wird. Da im Judentum die Religionszugehörigkeit von den Frauen weitergegeben wird, sind die Kinder des Kantons überaschenderweise keine Juden. Aber das nur nebenbei.
Samstag/Sonntag 3./4. Juli 2026
An diesem Wochenende fand der AfD-Bundesparteitag in Erfurt statt, der Heimat des radikalsten AfD-Landesverbandes unter Björn Höcke. Auf den Tag genau 100 Jahre nachdem sich etwa 20 km entfernt in Weimar die NSDAP zu ihrem ersten Parteitag traf, nachdem damals ihr Verbot aufgehoben wurde. Zufall? Sicher nicht. Das hat Methode. Wie sich das damals weiterentwickelt hat, wissen wir heute ja. Und das Gedöns von Weidel, Chrupalla, Höcke und Komplizen stimmt nicht gerade zuversichtlich für die zukünftige Entwicklung.
Die Antifa blockierte die Autobahn, um die Anfahrt der auswärtigen Delegierten zu verhindern oder zumindest zu behindern. Es war schon fast genial, dass diese unter Polizeischutz schon früh morgens nach Erfurt geleitet wurden, als die Blockierer noch friedlich in ihren Betten schlummerten. Als die dann später die Blockade der Autobahn machten, war das wirkungslos. Ich hätte es zwar besser gefunden, wenn die anreisenden AfDler ihr Ziel gar nicht erreicht hätten, aber immerhin verhinderte diese Taktik der größere Ausschreitungen der gewaltbereiten Teile der Antifa, die auch mit angereist waren.
Yonatan sprach in der Synagoge zu Hainsfarth über deren Geschichte und auch über die jüdische Religion und deren Sitten und Gebräuche. Das war interessant, aber da ich mich mit diesen Themen schon vorher beschäftigt hatte, war für mich nicht so viel Neues dabei. Aber das war eine gute Gelegenheit, die Synagoge einmal genauer von innen zu sehen. Nach dem Krieg diente sie als Material und Maschinenlager für den Bauhof der Gemeinde. Sie wurde dann schon vor einigen Jahren fachmännisch und möglichst originalgetreu renoviert.
Sie wurde etwa um 1860 erbaut, an der Judengasse, heute Jurastraße, nach dem Vorbild der Synagoge in Heidenheim, die aber nicht mehr existiert. Das Neo-Maurische Eingangsportal, das damals modern war, hat wie bei vielen Synagogen üblich, zwei Eingänge. Der linke ist für Männer und führt in den Hauptraum, der rechte führt über Treppen nach oben zu den Balustraden, die für die Frauen bestimmt waren.
Heute dient die Synagoge als schöner Raum für kleinere Veranstaltungen wie Konzerte und Vorträge.
Ein Highlight für mich: Ich hatte ein altes Foto meines Geburtshauses auf einem Plakat über die Geschichte der Synagoge entdeckt. Das Haus, sowie der ganze dazugehörige Hof steht allerdings schon lange nicht mehr. Auf dem Bild sieht man rechts oben die Synagoge und in der unteren Bildhälfte den Bauernhof meiner Großeltern bzw. meines Onkels. Rot eingerahmt ist das Wohnhaus, mein Geburtshaus. Gleich daneben ist das Gebäude, das die Käserei meines Großvaters beherbergte. Im großen langestreckten Bau war ein Hühnerstall, Kuhstall und ein Schweinestall und unter dem Dach wurde Stroh und Heu für den Winter gelagert. Das war für uns Kinder ein toller Spielplatz und wir haben da oft übernachtet. Das kleine quadratische Häuschen davor war das Hühnerhaus, indem auch das Plumpsklo war. Im Wohnhaus gab es damals noch kein Bad und keine Toilette.
Dienstag, 14. Juli 2026
Wasserknappheit in München
Jetzt ist das mit der außergewöhnlichen Hitzewelle amtlich. München hat nun eine Wasser-Sparanordnung wegen Wasserknappheit erlassen. Ich kann mich nicht erinnern, dass es so etwas in München schon mal gegeben hat.
So heißt es unter anderem:
Ab dem 14.7.2026 darf von den SWM geliefertes Wasser nicht mehr für folgende Zwecke genutzt werden:
a) zur Befüllung und zum Betrieb von privaten Pools und ………
b) zum Bewässern, Gießen und Beregnen von Haus- und Kleingärten oder Schrebergärten (z. B. Gehölze, Hecken, Stauden, Beete, Zierpflanzen u. ä.) in der Zeit von 9 Uhr bis 19 Uhr.
Ausgenommen hiervon sind: unter anderem Bewässerung und Beregnung mit wassersparender Tröpfchenbewässerung. Ich darf also weiterhin meine automatische Tröpfchenbewässerung auf dem Balkon machen.
Außerdem darf man eine ganze Menge anderer Dinge nicht mehr machen, was mich aber nicht stört oder nicht betrifft.
Nachdem Mom heute in der Tagespflege ist, muss ich nicht kochen und war bei Smash Bros einen Smashburger essen. Hat gut geschmeckt und für 10 Euro inklusive Pomes und Bier darf man nicht motzen.
Sonntag, 19. Juli 2026
Sonst war im Juli eigentlich nichts mehr los. Heute fuhr ich wieder zurück nach München. Ich hatte diverse Arzttermine wahrzunehmen, Routinekontrollen, und das war’s auch schon wieder.
Die Dürre und Hitze in Europa 1540 war ein klimatisches Extremereignis mit vielfältigen Auswirkungen auf Naturräume und menschliche Gemeinschaften. In verschiedenen paläoklimatologischen Untersuchungen wurden die Temperatur- und Niederschlagsverhältnisse mit Hilfe der historischen Klimatologie rekonstruiert und zum Teil in Bezug zu den gegenwärtigen und künftigen klimatischen Bedingungen gesetzt.
Überwiegend wird auf der Basis von historischen Aufzeichnungen in der Wissenschaft davon ausgegangen, dass es sich um eine elfmonatige Periode handelte, in deren Verlauf es in großen Teilen Europas nur spärlich oder so gut wie nicht regnete und es sich somit um eine Megadürre gehandelt haben könnte. Als Megadürre bezeichnet man eine über einen Zeitraum von mindestens einem Jahrzehnt anhaltende Dürre oder, allgemeiner, besonders intensive oder lang anhaltende Dürren. Ausgelöst wurde das Ereignis von einem ungewöhnlich stabilen, die atlantischen Luftströmungen blockierenden Hochdruckgebiet (Omegalage), das besonders Mitteleuropa beeinflusste, während zur selben Zeit im westlichen Russland kühles Schauerwetter herrschte.
Als Trump den Nato Gipfel in der Türkei verließ, stieg er in die Airforce One und wurde vom CIA gleich wieder heimlich auf der anderen Seite mit einem Cateringcontainer aus der der Maschine geholt und ebenso heimlich in ein anderes US Flugzeug gesetzt. Dann flog er nach London, wo er dann wieder ebenfalls heimlich in die ebenfalls dorthin geflogene Airforce One umstieg, um dann wieder medienwirksam auszusteigen. Angeblich gab es ernst zu nehmende Drohungen aus dem Iran. Warum durften aber dann die anderen ca. 70 Passagiere der Präsidentenmaschine, die zum Teil gar nicht wussten, dass Trump nicht mehr an Bord war, trotzdem weiterfliegen, trotz der vermeintlichen Gefahr?Historische Beschreibungen der Megadürre
Die Annahme einer Megadürre im Jahr 1540 wird vor allem durch mehr als 300 zeitgenössische Chroniken aus weiten Teilen Europas gestützt, die übereinstimmend die Auswirkungen einer lang anhaltenden Trockenheit und Hitze beschreiben, wie zum Beispiel ein ausgeprägtes Niederschlagsdefizit, den extrem niedrigen Pegel großer Flüsse, weiträumig auftretende Waldbrände, das Absinken des Grundwasserspiegels (wodurch Brunnen versiegten) sowie schwerwiegende Folgen für Landwirtschaft, Viehhaltung und Fischbestände. Als besonders belastbare Quelle gilt hierbei das umfangreiche Wettertagebuch des Rektors der Jagiellonen-Universität in Krakau, Marcin Biem, dessen Aufzeichnungen es ermöglichen, die Niederschlagsmengen im Krakauer Raum für das Jahr 1540 statistisch zu rekonstruieren.
Elf Monate fiel damals praktisch kein Regen, die Temperatur lag fünf bis sieben Grad über den Normalwerten, verbreitet muss die Temperatur im Hochsommer über vierzig Grad geklettert sein. Unzählige Waldgebiete in Europa gingen in Flammen auf, beißender Rauch trübte das Sonnenlicht, im ganzen Sommer 1540 wurde kein einziges Gewitter registriert. Schon im Mai wurde das Wasser knapp, Brunnen und Quellen fielen trocken, die Mühlen standen still, die Leute hungerten, das Vieh wurde notgeschlachtet. In Europa starben im Jahr 1540 schätzungsweise eine halbe Million Menschen, die meisten von ihnen an Durchfallerkrankungen.
Der Juli brachte eine solche Gluthitze, dass Rhein, Elbe und Seine trockenen Fußes durchwatet werden konnten. Dort, wo noch Wasser floss, färbte sich die warme Brühe grün, Fische trieben tot mit dem Bauch nach oben. Der Bodenseepegel sank auf Rekordniveau, Lindau war sogar mit dem Festland verbunden. Bald verdunstete das Oberflächenwasser vollständig, die Böden platzten auf, manche Trockenrisse waren so groß, dass ein Fuß darin Platz fand.
Ganz so schlimm ist es momentan noch nicht, aber manche Experten sehen durchaus Parallelen zu der Situation von damals. Mein Garten leidet sehr und es steht zu befürchten, dass einiges diese Dürre nicht überlebt.
Abschließend bleibt zu sagen: Der Juni und der Juli waren in Deutschland und Europa die heißesten Monate seit Beginn der Wetteraufzeichnungen und es sieht nicht so aus, als würde der August Abkühlung bringen.
Samstag, 25. Juli 2026
Party bei Annabelle und Ben ist angesagt, für Familie und engeren Freundeskreis. Außer Ellen waren alle da; Ellen war mit ihren Freundinnen bzw. Arbeitskolleginnen über das Wochenende im Yacht-Hotel in Prien am Chiemsee.
Es war ein schönes Fest mit lauter angenehmen Leuten, und für Essen und Trinken war gesorgt. Der Hinterhof des Hauses eignet sich hervorragend für solche Treffen. Es gibt Sitzgelegenheiten mit Sonnenschirmen, eine große Grillstation und einen großen Sandkasten für die Kinder.
Da es nicht so weit war bin ich mit dem E-Bike dahin gefahren. Das ganze Begann so etwa um 14:00 und gegen Mitternacht fuhr ich wieder heim.
Freitag, 31. Juli 2026
Heute starteten wir zu einem Camping Wochenende mit Ellens Familie auf einem Bauernhof in die Nähe von Aschau im Chiemgau. Ellen und waren die Ersten un später kamen noch Ben und Annabelle mit ihrem Sohn Enzo in ihrem vintage LT28. Morgen kommen dann noch Nico und Aylin mit ihren Kindern Nathaniel und Quinn.
Das Wochenende scheint wieder sehr heiß zu werden. Vielleicht sind wir doch an der Schwelle einer oben erwähnten Megadürre.

Die Wissenschaft rätselt seit Ewigkeiten woher die Rapa Nui auf den Osterinseln ursprünglich herkamen.
Die meisten glauben dass sie irgendwo aus Polynesien kamen, manche sagen dass sie auch aus Südamerika gekommen sein könnten. DNA-Vergleiche weisen aber nach nach Polynesien.
Aber was ich neulich im Internet gefunden habe deutet in eine ganz andere Richtung!
Fällt euch was auf?

Hinterlasse einen Kommentar
An der Diskussion beteiligen?Hinterlasse uns deinen Kommentar!