Januar 2026
♦ Hainsfarth ♦ München ♦
demnächst:
In diesem Arsch hat sich ja bereits eine illustre Gesellschaft versammelt. Langsam wird’s eng. Trotzdem wollen immer noch mehr hinein. Nun hat sich die venezolanische Oppositionsführerin María Corina Machado dieser illustren Gesellschaft angeschlossen und doch tatsächlich ihren Friedensnobelpreis Donald Trump gewidmet und ihm die dazugehörige goldene Medaille überreicht. Ich glaube, sie hat sich damit keinen Gefallen getan. Wie kann man nur so tief sinken? Helfen wird ihr das nicht, aber sie kann nun ein bisschen mit Giovanni Infantino plaudern, der ja mit vielen Anderen immer noch da drinnen sitzt.
Warum macht Trump das alles? Ganz einfach: Weil er es kann. Er setzt sich über alle Regeln und Gesetze hinweg und macht was er will. Und deshalb kriechen ihm auch alle in den Arsch, denn er ist nun mal der mächtigste Mann der Welt und viele hängen von ihm ab, was er schamlos ausnutzt. Momentan überschlagen sich die Meldungen und in den USA geht es drunter und drüber. Putin und seine Kumpels lachen sich vermutlich kaputt wenn sie zusehen, wie sich der Westen, die Nato und die EU selbst zerlegen. Der arme Selenskyj schlägt vor Verzweiflung die Hände über dem Kopf zusammen wenn er sieht von welchen Chaoten die Zukunft seines Landes abhängt. Mal sehen was in diesem Monat noch alles passiert. Der WEF in Davos könnte interessant werden.
Regeln gibt es nicht mehr. Es zählt nur noch das Recht des Stärkeren und die Gier nach Geld, Macht und Rohstoffen.
Ansonsten war der Januar ein eher ereignisloser Monat, zumindest bei uns.

Ellen war ja ein paar Tage bei mir in Hainsfarth und wir haben zusammen mit Mom eine rauschende Silvesternacht verbracht mit Mineralwasser und Mensch Ärgere Dich Nicht. Die Zeit verging trotzdem. Wir hielten bis Mitternacht durch als dann die Böllerei los ging. In unserer Straße, im Lehmgässchen, war es allerdings sehr ruhig. Am 2. Januar ist Ellen wieder nach München gefahren. Der Schnee hatte sich inzwischen im Garten zu einer sagenhaften Höhe von etwa 2 – 2,5 cm aufgetürmt und es war saukalt. Ich blieb noch ein paar Tage in Hainsfarth, über die es aber nichts zu berichten gibt. Am 4. Januar kamen traditionell die Sternsinger vorbei. Gesanglich konnten sie nicht überzeugen, doch darauf kommt es ja nicht an. Am 7. Januar fuhr auch ich nach München zurück, nachdem Monika zur Ablösung kam.

Viel los war um diese Zeit in München auch nicht, aber es ist ganz schön, wenn es einmal etwas ruhiger ist. Es war saukalt und die Temperaturen fielen in der Nacht bis unter -10°. Der Schnee türmte sich auf etwa 4 – 5 cm und wie jedes Jahr verirrte sich auch heuer kein Winterdienst in die Flössergasse. Dank des Klimawandels war das Eis und der ganze Schnee zwei Tage später schon wieder weg.
Zur Freude der Kinder reichte der Schnee zum Schlittenfahren auf dem Schlittenberg im Neuhofer Park aus. Die Kinder haben sich gefreut und so waren entsprechend viele Leute unterwegs. Ich bin da vor über 30 Jahren auch immer mit Lena hingegangen. Mann, die Zeit rast.
Donnerstag, 15. Januar 2026
Heute bin ich wieder nach Hainsfarth gefahren.
Dienstag, 19. Januar 2026

Das Rathaus von Oettingen habe ich noch nie von innen gesehen. Warum auch. Heute ging ich ins Einwohnermeldeamt Oettingen, das sich eben in diesem Rathaus befindet. Das Rathaus ist ein beeindruckendes Fachwerkgebäude aus dem 15. Jahrhundert, errichtet 1431, am südlichen Ende des Marktplatzes, direkt neben dem neu renovierten Gasthaus und Hotel Krone. Das Rathaus ist auch bestens erhalten und renoviert und ist einen Besuch wert, auch wenn man gerade nichts zu erledigen hat. Ich hatte was zu erledigen, ich habe nämlich aus diversen Gründen meinen Erstwohnsitz nach Hainsfarth verlegt.

Donnerstag, 22. Januar 2026
Eine schöne Abwechslung in dem ansonsten tristen Monat war der Besuch auf der CMT in Stuttgart. Wir fuhren am Donnerstag spätnachmittags los. Auf der Fahrt dahin und der Suche nach einem Übernachtungsplatz kam so etwas wie Wohnmobil-Reise-Feeling auf. Eigentlich war die Stellplatzsuche auf dem Gelände der CMT kein Problem. Aber die Organisation war so chaotisch, dass es doch ein kleines Problem wurde. Egal, letztlich fanden wir einen Platz etwa 100m vom Eingang entfernt. Wie immer gab es eine Unmenge von Kastenwägen, Teilintegrierten und Integrierten zu sehen, aber so richtig Neues war nicht dabei. Ein paar gute Iden haben wir schon gefunden, aber das muss wohl in die Planung unseres eventuellen Eigenausbaus mit einfließen.
Sonntag, den 25. Januar 2026
Wir besuchten heute den Wackelwald bei Bad Buchau. Der Wackelwald ist Teil des UNESCO Welt Kulturerbes Federsee (Stadt Bad Buchau). Die Bäume dieses kleinen Waldes stehen auf elastischem Moorboden, der durch Verlandung des nacheiszeitlichen Federsees entstand. Deshalb können Besucher hier ein außergewöhnliches Phänomen erleben: Bei jedem Schritt federt der weiche Boden und wenn man etwas hüpft, wackeln die Bäume. Bei uns hat das leider nicht so richtig geklappt, denn der Boden war gefroren.

Danach fuhren wir zurück Richtung München. Auf dem Weg dahin stoppten wir in Ulm, weil ich noch gern das Ulmer Münster gesehen hätte. Das ist die Kirche mit dem höchsten Turm der Welt! Zumindest war sie das bis 2025, als sie von der Sagrada Familia in Barcelona, die etwa 10 Meter höher ist, überholt wurde. An der Sagrada Familia wird schon seit 1882 gebaut und hat eine geplante Höhe von 172 Metern. Offensichtlich geht der Bau nun seinem Ende entgegen und im letzten Jahr wurden die 161 Meter des Ulmer Münsters erreicht und überboten.
Rein zufällig war heute der Ulmer Narrensprung, das ist der Faschingszug in Ulm, das größte Faschingsereignis in dieser Gegend. Das war eine schöne Überraschung. Es schneite heftig, aber das kümmerte die Narren und Hexen nicht. Laut Google sind etwa typischerweise 8.000 Teilnehmer und über 10.000 Zuschauer dabei. Heuer waren es aber laut Internet nur etwa 4.500 Teilnehmer.
Nach dieser schönen Abwechslung fuhren wir über die verschneite Autobahn zurück nach München. Aber es gab keine wirklichen Behinderungen wegen des Schnees.
Was soll man über die USA noch sagen?
Amerikanische Bundesagenten erschießen mit Billigung der Regierung Zivilisten. In Davos beweihräuchert sich Trump selbst und bekommt dafür vor und nach seiner Rede sogar stehende Ovationen, womit diese Art von Lob und Huldigung deutlich an Wert verloren hat. Trump macht was er will und keiner wagt es, etwas gegen ihn zu sagen. So ist das halt, wenn das mächtigste Amt der Welt von so einem Typen bekleidet wird. Und immer noch hält eine Mehrheit der Amerikaner Trump für den bisher besten Präsidenten den es in den USA jemals gab.
Gott schütze Amerika – aber der kann auch nichts gegen Trump ausrichten.
Da ergibt sich folgende Frage: Ellen will bzw. muss heuer nach Amerika fliegen. Soll ich da mit? Nachdem die Amis die Social Media Aktivitäten bis 5 Jahre zurück überprüfen möchten und ich in meinem Blog Trump des Öfteren als Arschloch oder Ähnliches bezeichnet habe, ist das vielleicht bereits bei der Einreise ein Problem. Sollten sie mich reinlassen, ist da immer noch das Problem mit der ICE, die die Straßen unsicher macht.
Ach ja, da war doch noch das Weltwirtschaftsforum in Davos. Trump bekam stehende Ovationen¹, nicht nur nach seiner Rede, sondern sogar davor. Das verstehe wer will. Das ist auch eine Form von Arschkriecherei aller Teilnehmer. Stehende Ovationen waren immer ein besonderer Ausdruck von Achtung und Ehrenbezeugung, haben aber seit Davos gewaltig and Bedeutung verloren.
¹ Nur zur Klarstellung: Stehende Ovationen bedeutet lang anhaltender Applaus oder Beifall, man muss dabei nicht zwingend stehen. Egal, verdient hat er es so oder so nicht.

Hallo Johann,
>Nachdem die Amis die Social Media Aktivitäten bis 5 Jahre zurück überprüfen möchten
The last time we went to the States (April 2024) they ‚only‘ asked for your social media activities in the ‚real‘ soical media websites, like Facebook, Instagram, X, and maybe some more and everywhere I had to cross the NO column.
There was no possibility to state that you had an own website, so if the forms are still the same….
When you enter your ESTA info, you’ll find out if in the meantime those forms have been changed.
But you’re right, this guy is an idiot, whether he likes it or not.
Enjoy the nice things there during your stay, don’t bother to listen to the people there…