September 2025 Teil 3

Norwegen

Tag 22: Freitag, 19. September 2025
Vor der Abfahrt Richtung Lillehammer mussten wir ja noch in den Gebrauchtwarenmarkt „Ting og Tøy“ in Otta, den ich gestern zufällig gefunden hatte. Ting og Tøy ist offenbar eine Gebrauchtwarenmarktkette, denn in allen größeren Städten scheint es ein solches Geschäft zu geben. Ich war schon überrascht, wie gut sortiert und sauber dort alles ist. Im Laden findet man ein buntes Sammelsurium von gebrauchten Waren, aber gut sortiert und kein Ramsch, und alle Waren sind in gutem Zustand. Ellen hat es sehr gut gefallen. Mir Auch.

Unterwegs fanden wir einen schönen Platz mit trendiger Außenküche und es gab wie immer ein köstliches Mahl.

Im weiteren Verlauf sahen wir oberhalb des Dorfes Hundorp einen interessant aussehenden Bau. Also fuhren wir dahin und er entpuppte sich als die Kirche von Sør-Fron. Das ist eine Pfarrkirche in der Gemeinde Sør-Fron und steht im Dorf Hundorp. Die weiße Steinkirche wurde 1792 in achteckiger Form im spätbarocken Stil mit Details im Stil Ludwigs XVI erbaut und bietet Platz für etwa 750 Personen. Es gibt in Norwegen keine ähnlichen Kirchen dieser Art. Vor fast 250 Jahren war das schon eine kleine Sensation. Leider war die Kirche geschlossen, so dass wir sie nicht von innen sehen konnten.
Auf dem relativ großen Friedhof sieht man nur Gräber aus neuerer Zeit, aber man hat einige der alten Grabsteine aufgehoben und auf dem Gelände aufgestellt.
Diese Kirche war auch so eine Sehenswürdigkeit die man nicht sucht, sondern zufällig findet.

Gleich ein paar Kilometer weiter liegt die Stabkirche von Ringebu. Diese Stabkirche mit dem markanten roten Turm ist eine der größten der noch erhaltenen 28 norwegischen Stabkirchen. Die Kirche wird heute immer noch für den Gemeindegottesdienst benutzt. Der älteste Teil der Kirche wurde bereits um das Jahr 1220 als Stabkirche auf der Grundfläche einer älteren Kirche errichtet. Um das Gebäude herum befindet sich der Friedhof der Gemeinde.
Ich glaube es braucht nicht erwähnt zu werden, dass auch diese Kirche natürlich geschlossen war.

Wir kamen dann gegen Abend in Lillehammer an. Da gibt es einen riesigen Campingplatz, der aber jetzt, in der Nach- oder Zwischensaison, fast leer war. Aber hier konnten wir die Batterie wieder aufladen und die Wäsche waschen.

Gut, dass ich inzwischen den Status eines „Digital Immigrant“ erreicht habe, denn sonst könnte man es in Norwegen schwer haben. Hier findet man im Servicebereich immer weniger menschliche Wesen. Wie an den ganzen Tankstellen bisher, wo kein menschliches Wesen mehr mit dem Tanken beschäftigt ist, so ist auch hier alles elektronisch organisiert. Vom Check-In über den Kauf von Waschmaschinen- und Trockner Marken, und meistens sind auch die nur virtuell, oder das ist alles auf der Chipkarte, die der Rezeptionsautomat ausspuckt, bis hin zum Check-Out. Kein menschliches Wesen in der Rezeption oder sonst wo. <es braucht sicher nicht erwähnt zu werden, dass man ohne Kreditkarte aufgeschmissen wäre.

Tag 23: Samstag 20. September 2025
Heute, am Samstag, war Waschtag und Einkaufstag. Wir fuhren mit den Fahrrädern ins nahegelegene große Einkaufszentrum am Rande Lillehammers. Viel brauchten wir nicht, da wir proviantmäßig noch gut ausgerüstet waren, aber Ellen hatte die Gelegenheit nach Schuhen zu sehen. Der Ehrlichkeit halber muss ich aber sagen, dafür dass Ellen an keinem Schuhgeschäft vorbei gehen, besitzt sie eigentlich erstaunlich wenige Schuhe.

Tag 24: Sonntag, 21. September 2025
Am Vormittag verließen wir den Campingplatz, natürlich vollautomatisch ohne eine angestellte Menschenseele zu sehen. Wir fuhren ins nahe Zentrum und schauten uns die Stadt ein bisschen an. In Lillehammer fanden 1994 die olympischen Winterspiele statt und ist mit ca. 28.000 Einwohnern so groß wie Garmisch-Partenkirchen, kam mir aber kleiner vor. Die Stadt ist also sehr übersichtlich. Es gibt eine Fußgängerzone durch die man bummeln und Geschäfte anschauen kann. Diese besteht aus einer einzigen Straße. Alle anderen Straßen sind mehr oder weniger Anwohnerstraßen ohne Geschäfte. Da waren wir also relativ schnell durch. Es gibt nicht viele Sehenswürdigkeiten und die haben zumeist mit der Winterolympiade zu tun.
Wir genehmigten uns noch ein kleines Mittagessen, teuer aber gut.

Unser nächstes Ziel war Bergen an der Westküste, also auf der anderen Seite der Berge.
Heute fuhren wir noch bis in den Hardangervidda Nationalpark. Das ist der größte Nationalpark Norwegens und er umfasst das größte Hochplateau Europas und das liegt durchschnittlich auf etwa 1100 Meter Meereshöhe. Also fuhren wir von Lillehammer aus grobe Richtung nach Südwesten und übernachteten an der Nationalstraße 7, eine wichtige Ost-West Verbindung, aber nachts ist praktisch kein Verkehr.

Tag 25: Montag, 22. September 2025
Der Wetterbericht hatte uns schon vorgewarnt, dass es kalt werden würde und dass wir mit Schnee rechnen müssen. Und so war es dann auch. In den Bergen in der Ferne lag Neuschnee und bei uns war es kalt. Im weiteren Verlauf unseres Weges nach Westen mussten wir noch etwas höher hinauf und die Straße wurde immer winterlicher. Sogar Einheimische, wie dieser USV Fahrer, wurden von den Straßenverhältnissen überrascht. Ich musste schon verdammt vorsichtig fahren, aber je weiter wir  in tiefere Lagen kamen desto mehr wurden die Straßen wieder frei von Eis und Schnee.

Heute ist Wasserfalltag. In Norwegen gibt es Tausende von Wasserfällen. Das nächste Highlight waren dann die Vøringsvossen Wasserfälle (im Kartenausschnitt rechts oben), die von beiden Seiten in den Bjoreio hinunterstürzen.
Ebenso interessant ist der weitere Verlauf der Nationalstraße 7, die durch viele Tunnel führt und unter anderen eine 360° Kurve im Berg macht.

Auf dem Weg zu den nächsten Wasserfällen ging es wieder über kurvige Straßen und Brücken und durch mehrere Tunnel. Zum ersten Mal sah ich einen Kreisverkehr im Tunnel, wo sich praktisch zwei derselben kreuzen.

Der nächste Wasserfall auf unserer Route war der Skjerfossen. Dieser ist einer der beiden dicht nebeneinander herabstürzenden Wasserfälle mit einer Fallhöhe von 150 Metern. Der Skjervsfossen hat ein genau durchdachtes Netz aus Wegen, Treppen, Aussichtspunkten, Ruheplätzen, Rast- und Parkplätzen. Das Erlebnis des Wasserfalls variiert je nachdem, wo man sich befindet, und je nach Wetter, Jahreszeit und Wassermasse.

Den Tvindefossen, unser nächster Wasserfall, fand ich schöner. Er ist zwar nur 116 Meter hoch aber er ist berühmt für seine Schönheit.
Darüber hinaus erlangte das Wasser von Tvindefossen Ende der 1990er Jahre einen Ruf für Verjüngung und die Wiederherstellung der sexuellen Potenz, was es zu einer der wichtigsten natürlichen Touristenattraktionen in Westnorwegen machte. Bis zu 200.000 Menschen aus den USA, Japan und Russland besuchten den Ort jährlich und füllten Behälter mit dem Wasser. Wenn wir das vorher gewusst hätten, hätten wir uns auch ein paar Liter Wasser abgefüllt. Zeitweise war der Tvindefossen mit 272.000 Besuchern eine der meistbesuchten Naturattraktion Norwegens.

Nun fuhren wir aber weiter nach Bergen, wo wir gegen Abend eintrafen und Park4Night sei Dank einen Übernachtungsplatz in einem Hinterhof in Zentrumsnähe fanden. Wir machten noch einen kleinen Spaziergang und die Stadt hat uns auf Anhieb gefallen. Morgen gibt es dann mehr davon.

Tag 26: Dienstag, 23. September 2025
Nach Angaben in den Königssagas wurde Bergen 1070 als Bjørgvin („Bergwiese“) von König Olav Kyrre gegründet. Ab dem 12. Jahrhundert war es norwegische Krönungsstadt. Im Jahr 1360 eröffnete in Bergen ein Hansekontor „Tyske Bryggen“. Bergen wird zwar oft als „Hansestadt“ bezeichnet, war jedoch nicht gleichberechtigte Mitgliedsstadt, da es Städten, in denen Hansekontore lagen, verboten war, Hansestadt zu werden. Bis 1880 war Bergen wichtigster Hafen und größte Stadt Norwegens.
Bergen ist heute mit fast 300.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Norwegens. Das moderne Zentrum von Bergen hat eine Fußgängerzone mit vielen Geschäften und Lokalen, aber am typischsten ist die Gegend um den alten Hanse Hafen, der bis heute durch die Hanse geprägt ist. Dieser Teil der Stadt ist immer noch das beliebte Zentrum, das heute natürlich sehr vom Tourismus beeinflusst ist.
Bemerkenswert ist der Fischmarkt (Fisketorget). Dort werden, wie der Name schon sagt Fische und Meeresfrüchte aller Art angeboten und es gibt Lokale und Bars, wo man für gesalzene Preise (kein Wunder, denn das sind ja alles Salzwasserfische und Meerestiere🤣🤣🤣) all diese Köstlichkeiten zu sich nehmen kann. Ich kaufte mir ein wirklich gutes Fisch Baguette. Außerdem gibt es verschiedene Wurstspezialitäten wie Rentier-, Elch- und Walfischwurst. Ich hatte schon Angst, dass die Walfischwurst etwas fischig schmeckt, aber der Verkäufer meinte ganz überrascht, das seien ja schließlich Säugetiere. Und damit hatte er Recht. Später im Laufe des Tages waren wir noch Essen und ich bestellte ein Walfischsteak. Das war wirklich schmackhaft.

Da wir ein tolles Wetter hatten fuhren wir mit der Fløybanen, einer Standseilbahn, die auf den 320 Meter hohen Fløyen führt. Das wurde uns von mehreren Seiten empfohlen und wir haben es nicht bereut. Von dort hat man eine phantastische Sicht auf ganz Bergen und man kann Kaschmirziegen streicheln, die da oben frei herumlaufen.

Den Rest des Tages bummelten wir noch etwas durch die Stadt, gingen Essen und besuchten eine Bar. Bergen hat uns, was Städte anbelangt, am Besten gefallen und wir waren uns einig, dass man hier leben könnte. Aber unser beider Renten würden dazu nicht ausreichen. Man bedenke, dass in 2025 Norwegen, gemessen am Bruttoinlandsprodukt pro Kopf, das viertreichste Land der Welt ist, Hinter der Schweiz, Irland und Luxemburg. Entsprechend teuer ist auch hier zu leben.

ag 27: Mittwoch, 24. September 2025
Unser nächstes Ziel ist Stavanger. Für die Fahrt dahin haben wir 2 Tage eingeplant. Das Wetter war uns immer noch hold und wir machten Mittagspause am Ufer eines Sees (Vangsvatnet)  mit spiegelglatter Oberfläche. Danach fuhren wir weiter nach Süden über Odda nach Sauda. Kurz vor Håra bogen wir auf die Straße 520 nach Sauda ab. Diese Straße war eine der besten die wir in Norwegen gefahren sind. Kurvenreich und eng führt sie über das Gebirge nach Sauda, das an einem Ausläufer des Hylsfjord liegt. Sauda ist nur über die 520 zu erreichen, welche den Ort in Nord-Süd Richtung durchquert.

In Sauda gibt es einen tollen Stellplatz auf dem Gelände der Marina, direkt am Fjord. Alle Einrichtungen der Marina, wie Dusche und Toilette, alles in hervorragendem Zustand und sehr sauber, können benutzt werden.

Das war ein idealer Übernachtungsplatz auf dem Weg nach Stavanger.

Tag 28: Donnerstag, 25. September 2025
Am Morgen fuhren wir weiter Richtung Stavanger, vorbei an Wasserfällen und wieder durch Tunnel und über Brücken auf kurvigen Straßen durch die  wundervolle Landschaft Norwegens. Das kann man gar nicht oft genug wiederholen. Gleich hinter Sauda war der erste Wasserfall, der Svandalsfossen, der in zwei Stufen den Berg hinunter stürzt. Dieser Wasserfall ist touristisch gut erschlossen durch Treppen und Wege.
Kurz darauf hielten wir zum Mittagessen an einem wunderbaren Rastplatz, hoch über dem Ufer des Hylsfjord. Wie man sieht, ist das Wetter immer noch Klasse.

Unterwegs kamen wir an einer Aquakultur vorbei, die nicht so versteckt lag, so dass man gut Fotos machen konnte. Wir wissen aber nicht welche Fische darin gezüchtet werden.

Wir hätten dann etwas später durch den Ryfast Tunnel fahren können, der Teil der Nationalstraße 13 ist, die Stavanger mit dem Ryfylke Distrikt verbindet. Der Tunnel ist 14,3 km lang und liegt bis zu fast 300 m unter dem Meeresspiegel. Angesichts dieser Daten zog Ellen es vor den Umweg über Land zu fahren. Gegen Abend kamen wir dann in Stavanger an, wo wir in einem Vorort übernachteten.

Tag 29: Freitag, 26. September 2025
Wir parkten die Arche außerhalb des Zentrums und gingen 15 Minuten zu Fuß dahin. Im Hafen lag die Norwegian Prima, das größte Kreuzfahrtschiff, das ich je gesehen habe. Aber das liegt wohl daran, dass ich noch so nicht viele große Kreuzfahrtschiffe gesehen habe. Auf der Norwegian Prima finden 2100 Passagiere Platz, sowie 1500 Besatzungsmitglieder. Sie ist fast 300 m lang und wurde 2022 in den Dienst gestellt. Es hat alles was ein Kreuzfahrer braucht, sogar eine Gokart Bahn. Na ja, braucht man das auf einer Kreuzfahrt?

Wir machten stattdessen eine Tour mit einem kleineren Boot, ohne Gokart Bahn, in den Lysefjord. Der bekannte Preikestolen oder Prekestolen (Predigtstuhl) ist eine touristische Attraktion mit weitem Blick über den Lysefjord und angrenzende Berge.
Die Größe der Felsplattform beträgt zirka 25 mal 25 Meter. Die Felskante fällt über 600 Meter senkrecht in den Fjord ab. Aufgrund des großen Risses, der sich augenscheinlich durch das Plateau zieht, habe ich schon erwas Bedenken bezüglich der Sicherheit. Aber die Geologen sagen, dass es vollkommen sicher ist. Die linke Hälfte es Bildes zeigt diese Attraktion von oben, die rechte Hälfte zeigt sie von unserem Boot aus. Das ist schon ein imposanter Anblick. Man kann zum Preikestolen von einem Parkplatz aus in etwa 2 Stunden hinauf wandern. Vielleicht das nächste Mal. Wie man sieht hatten wir mit dem Wetter immer noch Glück. Die Besatzungsmitglieder erzählten uns, dass man den Preikestolen von unten oft gar nicht sehen kann wegen der tiefhängenden Wolken. Das sieht man auch auf dem Bild links oben, wo die Wolken unterhalb der Plattform sind.
Alles in allem war es eine schöne Bootsfahrt. Wenn man den Fjord vom Wasser aus sieht wirkt er gleich noch interessanter und imposanter. Wir sahen einen Wasserfall (Hengjanefossen) der sich in den Fjord stürzt und wir sahen auch Aquakulturen sowie Inseln im Fjord. Viele sind unbewohnt, aber einige die näher an Stavanger liegen, sind bewohnt. Die Häuser und Grundstücke kommen aber nie auf den öffentlichen Markt, da sie seit Jahrzehnten, wenn nicht seit Jahrhunderten innerhalb der Familie weitergegeben werden oder an Insider verkauft werden. Diese Immobilien sind begehrt aber praktisch nicht zu kaufen.

Nach der Bootstour gingen wir noch ein bisschen in Stavanger spazieren und wir schauten noch in den Dom. Stavanger ist auch eine schöne Stadt, aber kein Vergleich zu Bergen. Eine kleine Bemerkung am Rande: Ich wollte mir eigentlich eine Fischsemmel oder ein Fischsandwich oder Ähnliches kaufen, gibt es aber nicht. Das ist nicht nur in Stavanger so. Bergen war da wohl eine Ausnahme. Für ein Land das eine unendlich lange Atlantikküste hat und in dem die Fischindustrie die zweitwichtigste nach Öl und Gas ist, kam mir das unverständlich vor. Von Einheimischen wurde uns bestätigt, dass es hier so etwas nicht gibt. Man kann natürlich in ein Restaurant gehen und sich für teures Geld ein Fischgericht bestellen, aber als „Fast Food“ gibt es halt nur Burger und so Zeugs.

Wir verließen Stavanger wieder und fuhren nach Süden Richtung Kristiansand. Unterwegs kamen wir an dem Monument mit den 3 Schwertern vorbei. Schwerter im Berg (norwegisch: Sverd i Fjell) ist ein Denkmal das an die Schlacht am Hafrsfjord im Jahr 872 erinnert, in deren Ergebnis Harald Schönhaar erster König Norwegens wurde, und ist ein Symbol für die damit erfolgte nationale Vereinigung Norwegens. Das Denkmal besteht aus drei großen, scheinbar in einem felsigen Hügel steckenden Schwertern. Die drei Schwerter mit ihren drei Kronen symbolisieren die drei Hauptregionen Norwegens, den Norden, den Südosten und den Südwesten.
Neben der Erinnerung an die Schlacht ist das Monument jedoch auch ein Symbol für den Frieden. Bei den Wikingern bestand der Brauch, in Friedenszeiten die Schwerter in den Boden zu stecken, worauf die Gestaltung des Denkmals bezugnimmt.

Auf dem Weg nach Kristiansand machten wir noch einen kleinen Umweg durch die Berge und fanden einen tollen Übernachtungsplatz an einem Fluss mit Wasserfall in der Nähe von Byrkjedal an der Provinzstraße 450.

Tag 30: Samstag, 27. September 2025
Der letzte Tag in Norwegen. Wir fuhren nach Kristiansand, von wo wir Morgen nah Hirtshals in Dänemark übersetzen werden. Ein letztes Mal ging es über Brücken und kurvige Straßen durch die schon oft erwähnten atemberaubenden Landschaften Norwegens. Erst mal nach Osten über die Berge nach Rysstad an der Otra. Auf dem Weg dahin sahen wir nochmal die norwegischen Häuser mit den typischen grasbewachsenen Dächern. Wie ihr auf vielen Fotos bereits gesehen habt, sind an vielen Straßen schon die Markierungen für die Schneepflüge gesetzt. Oben in den Bergen sind die zum Teil über 3 m hoch, was einen Hinweis gibt, wieviel Schnee man dort normalerweise erwartet. Heute haben wir eine vollautomatische Stabsetzmaschine gesehen, die auf einem Traktor montiert war.

Danach führte der Weg an der Otra entlang, die in Kristiansand ins Meer mündet. In ihrem Verlauf gibt es ein paar tolle Stromschnellen, wie die Syrteveitfossane in der Nähe von Byglandsfjord, die ein Paradies für Wildwasserkanuten sind.

Gegen Abend erreichte wir einen Übernachtungsplatz bei Kristiansand. Nicht schön, aber ruhig und nicht weit von der Fähre.

Tag 31 – 33: Sonntag, 28. – Dienstag, 30. September 2025
Die Überfahrt von Kristiansand nach Hirtshals war ruhig und angenehm. Angekommen in Hirtshals lag die neue Superfähre, ein Katamaran, vor Anker. Damit dauert die Über fahrt nur 2 Stunden und 25 Minuten, also etwa eine Stunde weniger als mit der normalen Fähre.

Nach Übernachtung in Dänemark fuhren wir am Montag bis Gettorf (etwa zwischen Eckernförde und Kiel) und am Dienstag bis Wertheim. wo wir das letzte Mal auf dieser Reise übernachteten.

Mittwoch, 1. Oktober 2025
Zum Abschluss der Reise hielten wir auf der Fahrt nach München noch in Oettingen und haben Mom im Pflegeheim besucht. Sie hat die 4 Wochen gut überstanden und kann es kaum noch erwarten wieder nach Hause zu kommen.

Spätnachmittags waren wir dann wieder zurück in München. Schnell noch das meiste ausladen und damit war unsere traumhafte Reise zu Ende.

😢

September 2025 Teil 3

Norwegen

9 Kommentare
  1. Andre
    Andre sagte:

    Great photos depicting your tireless adventures! You to are looking fantastic; it must me the clear crisp mountain air.
    Salut mes amis!

    Antworten
  2. Hedi Hauck
    Hedi Hauck sagte:

    LieberJohann, vielen Dank für deine tollen Reiseberichte über eure Norwegenfahrt. Ich war mit Clemens auch im Wohnmobil auf ähnlicher Strecke unterwegs zum Nordkap. 2022 war ich nochmal mit Hurtigruten mit dem Schiff dort. Auch ein besonderes Erlebnis!
    Liebe Grüße
    Hedi

    Antworten
    • Johann
      Johann sagte:

      Liebe Hedi
      Dann weißt du ja, was Norwegen für ein tolles Reiseland ist.
      Was Hurtigruten anbelangt: Ich hasse Kreuzfahrten, aber Hurtigruten scheint ein Ausnahme zu sein, Ich hab schon von vielen Seiten gehört, dass eine Nordkapfahrt mit Hurtigruten ein außergewöhnliches Erlebnis ist.
      Alles Gute, Johann

      Antworten
  3. Wolfgang
    Wolfgang sagte:

    Lieber Johann, liebe Ellen,
    da es heute bei uns in Traunstein ziemlich kalt ist, habe ich mir die 3 Blogs auf einmal durchgelesen.
    Das war eine lehrreiche Reise in ein wunderschönes Land, das Ihr mit euren Bildern gut dargestellt habt.
    Erstaunlich auch, wie wenige Menschen in dieser Jahreszeit zu sehen sind.
    Und das Bestes, dass Ihr auch mit dem Wetter richtig Glück hattet.
    Ich lese Reiseberichte sehr gerne – und dieser war Spitze.
    Euch alles Gute und viele Grüße
    Anni und Wolfgang

    Antworten
    • Johann
      Johann sagte:

      Lieber Wolfgang und liebe Anni,
      da haben wir etwas gemeinsam. Ich lese auch gerne Reiseberichte, aber es schon etwas anderes, wenn man die Möglichkeit hat, selbst solche Reisen zu tun. Diese Reise war für uns wirklich etwas Besonderes. Du weißt, normalerweise versuche ich immer nur einen Blogbeitrag pro Monat zu machen, aber wenn man, wie auf dieser Reise, soviel erlebt und so viele Eindrücke sammelt, dann wäre ein Beitrag zu lange. So sind es halt drei geworden. Wir haben sogar vor, nächstes Jahr noch einmal in dies Gegend zu fahren, dann aber über die baltischen Länder, dann mit der Fähre nach Helsinki und durch Finnland ans Nordkap und durch Norwegen wieder zurück.
      Es freut mich, dass euch meine Pressenotizen gefallen haben.
      Viele Grüße nach Traunstein, Johann

      Antworten
  4. Luis
    Luis sagte:

    Lieber Johann,

    immer wenn ich deinen Blog lese, gehe ich emotional auf Tour. Auch wenn ich oft darüber sinniere, wohin mich der Wind treiben sollte, fällt das. Ergebnis erstaunlich karg aus. Umso inspirierender werden deine Bilder, die durch deine belebenden Texte imaginierend wirken.

    Vielen Dank dafür 🙏

    Liebe Grüsse an euch

    Luís

    Antworten
    • Johann
      Johann sagte:

      Lieber Luis
      Schon lange nichts mehr von dir gehört.
      Mir gefällt deine poetische Art wie du schreibst. Ich entnehme aus deinen Zeilen, dass du dich vielleicht ei bisschen zu sehr „vom Winde treiben lässt“, was ja nicht negativ ein muss. Für viele unserer Zeitgenossen ist das sogar ein erstrebenswerter Zustand.
      Aber es freut mich, dass es meinen Beiträgen gelingt, dich etwas zu inspirieren.
      Viele Grüße und günstige Winde, Johann

      Antworten

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