Oktober 2025
♦ München ♦ Hainsfarth ♦ Littlehampton ♦
♦ München ♦ Hainsfarth ♦ Littlehampton ♦
Seit Mittwoch, dem 1. Oktober 2025 sind wir nach einer wunderbaren Reise durch Norwegen wieder in München angekommen. Obwohl gerade Oktoberfestzeit ist haben wir einen Parkplatz vor dem Haus gefunden. Der Urlaub ist nun vorbei. Es ist immer wieder erstaunlich, dass man mit viel mehr Zeugs zurück kommt als man losgefahren ist. Wir haben heute noch alles ausgeladen und nach oben gebracht. Dann kommt Wäsche waschen, Geschirr spülen und so weiter. Ellen hat dann noch über 3 Tage verteilt die Arche von hinten nach vorne und von oben nach unten sauber gemacht und jetzt ist sie bereit für die nächste Reise, möglicherweise fahre ich bald nach England, denn Meine Tochter Lena erwartet ein Baby, so um den 12. November herum. Aber vorher ist noch Ellens Schwiegertochter Annabelle an der Reihe, etwa am 12. Oktober.
Montag, 6. Oktober 2025
Heute fahre ich wieder nach Hainsfarth, da ich morgen Mom aus dem Pflegeheim abholen muss. Ansonsten muss ich die Arche ausräumen und die ganze Bettwäsche und die Handtücher waschen. Außerdem verlangt der Garten meine Aufmerksamkeit. Die Blumenwiese muss gemäht werden und die Bäume und Hecken müssen geschnitten werden. Einige Bäume müssen auch ganz raus.
Dienstag, 7. Oktober 2025
Nun muss ich Mom in Öttingen abholen. Mir scheint sie hat in den 4 Wochen in Oettingen mehr Gepäck dabei gehabt als ich mit Ellen zusammen in den 4 Wochen in Norwegen. Sie hat dann zu Haus auch 3 Tage gebraucht, bis alles wieder da war wo es hingehört. Die arme Frau hat ja so viel zu tun, dass sie von früh bis spät immer irgendwas rumräumen muss. Außerdem musste sie noch einen Tag lang die letzten Kontoauszüge prüfen, ob die Bank auch richtig gerechnet hat. Das prüft sie nun schon solange ich denken kann, also mindestens seit 70 Jahren. Diesmal war alles in Ordnung, wie auch in den letzten 70 Jahren.
Mittwoch, 8. Oktober 2025
Leider, oder Gott sei Dank, das kann man so oder auch anders sehen, hatte ich genug mit dem Garten zu tun, was mich etwas ablenkte.

… obwohl nach eigenem Dafürhalten nur er dafür in Frage gekommen wäre. Zuerst hat er es mit der Ukraine versucht, die ist ihm zwar egal, er will nur Zugriff auf Rohstoffe und natürlich den Friedensnobelpreis. Aber das hat nicht geklappt. Jetzt versucht er es mit Gaza. Auch Gaza ist ihm vollkommen egal, aber was tut man nicht alles für den Friedensnobelpreis. Aber auch das hat nicht geklappt. Mit etwas Glück bringt es vielleicht etwas für den nahen Osten, speziell für Gaza, aber da ist doch berechtigte Skepsis angebracht. Hoffentlich kommen wenigstens die Geiseln frei.
Aber Trump baut schon vor für nächstes Jahr. Er fängt jetzt ein paar Kriege im eigenen Land an. Dazu schickt er die Nationalgarde nach Chicago, Portland, Los Angeles, Washington und wer weiß wo sonst noch hin. Diese Kriege im eigenen Land kann er dann selbst beenden und auf den Friedensnobelpreis hoffen. Ich hoffe dass er da abermals enttäuscht wird.
Es gibt immer noch Leute, die glauben dass es zwischen Israel und den Palästinensern einmal Frieden geben wird. Solange es aber die Hamas gibt ist das praktisch ausgeschlossen. Das wichtigste Ziel für die Hamas ist es Israel, dessen Existenzrecht sie nicht anerkennt, auszulöschen. Was Trumps Friedensplan anbelangt hat die Hamas ja bereits gesagt, dass es eine Lösung ohne die Hamas nicht geben kann und einer Entwaffnung hat sie auch nicht zugestimmt. Gleichzeitig macht Israel munter weiter palästinensische Gebiete in der Westbank zu besetzen, was auch nicht gerade zur Lösung des Palästinenserkonflikts beiträgt. Die Hamas hat nur zugestimmt, die letzten israelischen Geiseln freizulassen – mal sehen ob wenigstens das klappt. Dafür bekommt sie etwa zweitausend palästinensische Schwerverbrecher zurück, welche in israelischen Gefängnissen zum Teil lebenslang einsitzen. Von einem Frieden ist man aber noch weit, sehr sehr weit entfernt. Ich denke in absehbarer Zeit wird es in Anbetracht der momentanen Gemengelage keinen Frieden geben. Mit der Hamas sowieso nicht.
Montag, 13. Oktober 2025
Der israelische Präsident Jitzchak Herzog, der Sprecher der Knesset Amir Ohana und Premierminister Benjamin „Bibi“ Netanjahu haben sich gegenseitig überboten Donald Trump so tief wie möglich in den Arsch zu kriechen, was jener sichtlich genoss und seinerseits von Eigenlob nur so strotzte.
Immerhin, die letzten Geiseln der Hamas sind jetzt frei, aber von einem Frieden kann noch lange nicht die Rede sein.
Dienstag, 14. Oktober 2025

Da ist er ja!
Wie eingangs schon erwähnt erblickte heute morgen Annabelles Sohn Enzo Alfred das Licht der Welt. Dem
Kl
einen und der Mutter geht es gut und auch der Vater hat alles gut überstanden.
Außer den glücklichen Eltern sind da noch zwei stolze Großmütter, die sich jetzt um Enzo um die Wette kümmern wollen. Aber ich denke Annabelle und Ben werden dafür sorgen, dass sich das in Grenzen hält. Ellen sieht so aus als wollte sie ihn gar nicht mehr hergeben ❤️
Donnerstag, 16. Oktober 2025
Der jährliche Heckenschnitt war fällig und auch die halbjährliche Rasenmahd. 2 Tage Arbeit und 3 Fahrten zum Wertstoffhof und dann war es erledigt.
Es ist immer wieder erstaunlich, wieviel Arbeit so ein Garten macht, obwohl ich ihn schon kräftig umgestaltet habe. Meine Mom hat ihn so angelegt, dass man jeden Tag etwas machen musste, damit er einigermaßen in Form bleibt. Ich mähe nur noch 2 mal im Jahr den Rasen und schneide nur noch einmal im Jahr die Hecke. Früher wäre das undenkbar gewesen, den Rasen nicht wöchentlich ein bis zwei mal zu mähen ohne von den Nachbarn komisch angeschaut zu werden. Heute ist es Gott sei Dank anders. Wegen Umweltschutz und Bienen- und Insektenfutter sagt heute keiner mehr etwas gegen eine nicht gemähte Blumenwiese. Und so konzentriert sich die Hauptgartenarbeit nur auf einige wenige Tage im Jahr. Daneben gibt es aber auch noch andere Arbeiten im Blumenbeet, aber auch das kann man so gestalten dass man nicht zu viel Arbeit investieren muss.
Nach seinem Erfolg im nahen Osten wollte sich Trump mit Putin treffen um gleich mit Friedensplänen für die Ukraine weiter zu machen. Das hat Putin aber nicht interessiert. Also macht Trump jetzt halt eine Asien Tour und trifft sich auch mit Ji Jinping. Eigentlich wollte etwa zum gleichen Termin unser Außenminister Johann Wadepuhl nach China, aber die Chinesen sahen momentan keinen Grund für irgendwelche Gespräche und so wurde das storniert, obwohl schon alles geplant und gebucht war. Außerdem sind die Chinesen genervt wegen des ewigen Genörgels der Deutschen in Bezug auf Menschenrechte und Taiwans Unabhängigkeit. Trump ist halt wichtiger als Europa und Deutschland. Europa und Deutschland spielen weltpolitisch und auch weltwirtschaftlich betrachtet sowieso keine große Rolle mehr.
Meine Fahrt nach England ist gebucht, aber im Gegensatz zu Johann Wadepuhls Reise, nicht storniert. Mein Visum ist auch genehmigt. Vom Absenden des Visumantrages bis zur Bestätigung der Genehmigung hat es etwa 10 Sekunden gedauert. Das war relativ schnell. Ist das nicht verrückt? Jetzt brauche ich schon ein Visum um meine Tochter und Enkelkinder in England, also in Europa, zu besuchen.
Montag, 27. Oktober 2025, Abfahrt nach England
Die Fähre ist für Dienstag gebucht. Meine Abfahrt hatte sich etwas verzögert, weil ich unbedingt noch den Siphon im Bad reparieren musste, der gestern Abend noch kaputt ging. Und der Baumarkt macht erst um 8:00 auf. Nachdem das getan war gings los. Das Wetter war bescheiden und es wurde den ganzen Tag nicht besser.
Bei Brüssel war dann noch wegen mehrerer Unfälle ein Stau, der mich fast ein Stunde kostete. Aber ich fand – Park4Night sei Dank – einen tollen Übernachtungsplatz. Das war auf dem Grundstück einer netten Lady, die eigentlich nur von Juni bis September dort Camper Vans übernachten lässt, aber das hatte ich wohl nicht genau genug gelesen. Sie war aber so freundlich, mich trotzdem übernachten zu lassen. Die Lady war etwas unkonventionell im positiven Sinne, was man auch an ihrem Camper sehen kann, der von einem spanischen Künstler gestaltet wurde. Sie ist ein Fan von Reisen mit dem Camper Van und lässt deshalb während des Sommers die Leute unentgeltlich übernachten. Im Sommer gibt es auch Duschen und eine Küche, für die sie allerdings einen kleinen Obolus verlangt. Außerdem gibt es Spielmöglichkeiten für Kinder. Den Platz werde ich vielleicht öfter auf meinem Weg nach England besuchen.
Dienstag, 28. Oktober 2025, Ankunft in England
Das Wetter hat sich etwas geändert, zumindest regnet es nicht mehr. Die Fähre war pünktlich und auf der englischen Seite gab es keine Staus und so war ich dann gegen 15:00 in Littlehampton.
Jeanette, Liams Mutter, war noch da. Ich bin Quasi ihre Ablösung und sie fährt morgen wieder nach Hause. Wenn ich nach Hause fahre, kommt sie wieder von Blackpool herunter, um mich abzulösen, wenn nötig.

Ich habe Lily zwar erst im Sommer gesehen, als sie mit Lena in Deutschland war, aber sie hat schon wieder einen großen Schub gemacht.
Die Kleine hat eine unglaubliche Energie. Von früh bis spät ist sie aktiv und belagert die Mama oder den Papa und sie redet den ganzen Tag. Sie hat schon einen umfangreichen Wortschatz und spricht ganze zusammenhängende Sätze und erzählt kleine Geschichten und sie ist gut in Grammatik wie Einzahl und Mehrzahl, sowie Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Deutsch versteht sie relativ gut, spricht es aber nicht viel. Einen Nachmittagsschlaf macht sie schon lange nicht mehr.
Freitag, 31. November 2025, Halloween


Mit Halloween hatte ich noch nie etwas am Hut. Dieser Brauch kam ursprünglich von den Kelten und wurde mit den irischen Einwanderern in die USA gebracht und kam dann von da drüben irgendwie auch nach Deutschland.
Zitat Mom: „Von deni do drib is no nia was G’scheits komma“. Und gerade in der jetzigen Zeit steckt viel Wahrheit in dieser Aussage.

Als dieses Halloween zu uns herüber schwappte, war ich schon zu alt um das lustig zu finden und das ist bis heute so geblieben. Kinder auf der ganzen Welt jedoch finden das cool, das mit dem Verkleiden und dem „trick or treat“ (sinngemäß „Süßes oder es gibt Saures„) und so weiter. Das ist natürlich auch in England so. Deshalb sind wir, Lena und ich, mit Lily nach Bognor Regis ins Little Piggies Cafe gefahren, wo immer für die Kinder ein kleines Halloween Event organisiert wird. Lily hat sich als Samuel Spratt aus dem Kinderbuch Tabby McTat (Deutsch: Tommi Tatze) verkleidet. Ihr hat es gefallen, und das ist schließlich die Hauptsache.
♦ München ♦ Hainsfarth ♦ Littlehampton ♦

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