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15. Juni – 21. Juni

15. Juni – 19. Juni 2022 Hainsfarth
Wieder einer meiner regelmäßigen Hainsfarthbesuche mit den immer wiederkehrenden Arbeiten wie z.B. Rasenmähen. Die Hecke zu schneiden habe ich mich geweigert, weil ich das noch für zu früh hielt. Das mache ich dann im Juli.
Monika, meine Schwester, war auch da und wir waren  alle um Mitternacht noch wach, um pünktlich um 0:00 Uhr auf den 93sten anstoßen zu können.

16. Juni 2022: Mom’s 93. Geburtstag
Am Morgen so um 9:00 Uhr kamen schon die ersten Gratulanten. Mittagessen mit Monika, Ellen, Mom und mir. Nachmittags gab es dann Kaffee und Kuchen mit Carola (die Frau meines leider schon verstorbenen Cousins Franz), Frau Daum und Partner, mein Cousin Theo mit Leni, und natürlich Monika, Ellen und mir. Das Wetter war klasse, der Kuchen gut, und Mom war happy. So um 18:00 verabschiedeten sich die Gäste und Ellen und Monika fuhren wieder nach Hause. Ich bleibe noch bis  Sonntag.

Am nächsten Tag: Die Katze spielt den ganzen Tag „tote Katze„. Sie spielt diese Rolle wirklich sehr realistisch. Aber auch für uns ist Entspannung angesagt. Und das ist auch notwendig, denn der Wetterbericht sagt Temperaturen von bis zu 38 Grad voraus. Und tatsächlich wurde die Rekordmarke von 2002 geknackt. Beruhigend ist, daß dies nach 2003 und 2019 nur der drittwärmste Juni in Deutschland seit Beginn der Wetteraufzeichnung 1881 ist. Weniger beruhigend ist es dagegen, daß es in den 120 Jahren von 1881 bis 2001 im Durchschnitt nie so heiß war und daß diese 3 Spitzenwerte  allesamt innerhalb der letzten 20 Jahre auftraten.

Hainsfarth

Sicher fragt sich mancher wer oder was und vor allem wo ist denn Hainsfarth eigentlich? Nun, Hainsfarth ist mein Heimatdorf, auch wenn ich einen guten Kilometer weiter im Öttinger Krankenhaus geboren wurde. Hainsfarth ist ein Dorf im Regierungsbezirk Schwaben und liegt etwa am nördlichen Rand des weltweit berühmten Nördlinger Rieses, einem riesigen Meteoriteneinschlagskrater. Es liegt im Viereck das von den Autobahnen A6, A7, A8 und A9 gebildet wird. In dem Bereich, der am Weitesten von den Autobahnen entfernt ist, liegt Hainsfarth. Mehr über Hainsfarth und dessen Geschichte könnt ihr sehr ausführlich auf der wirklich guten Internetseite von Hainsfarth finden. Dort habe ich auch ein Foto meines Großvaters mütterlicherseits, Adelrich Vogt, gefunden, der etwa um 1895 das erste Fahrrad in Hainsfarth besaß, damals mit moderner Carbid Beleuchtung.

Ganz am Rande bemerkt: Hainsfarth ist ein unbeugsames Dorf, das sich mit Erfolg standhaft geweigert hat, im Zuge der Wiederinbetriebnahme der bereits 1849 eingeweihten Bahnstrecke Nördlingen – Wassertrüdingen – Gunzenhausen (Teil der Hesselbergbahn) den Bahnübergang Heimostraße, und somit auch die Hauptzufahrt nach Hainsfarth zu schließen. Es gab vor 2 Jahren Demonstrationen, von denen bayernweit in der Presse und im Fernsehen berichtet wurde, Politiker aus der Region und Landtagsabgeordnete und sogar ein Bundestagsabgeordneter waren damals in Hainsfarth vor Ort. Immerhin, der Bahnübergang bleibt und Hainsfarth bekommt erstmals einen Eisenbahn Haltepunkt, was unter Umständen auch Probleme mit sich bringen könnte. Denn wenn ein Ort eine Bahnhaltestelle hat, hat das unter Umständen Einfluß auf die Subventionierung der Schulbusse. Im schlimmsten Fall hätte das zur Folge, daß die Schüler erst mal zur neuen Bahnhaltestelle laufen müßten die außerhalb des Ortes liegt. Dann müssen Sie eine Station bis nach Öttingen fahren und dann wieder zur Schule laufen. Wenn man dann gleich zu Fuß geht ist man schneller. Aber ich bin überzeugt, daß Hainsfarth auch hierfür eine Lösung finden wird.
Die Hesselbergbahn ist noch nicht reaktiviert, aber die Bahnstrecke wird bereits für Fahrten des Nördlinger Eisenbahnmuseums sowie die Güterzüge der Schwarzkopfwerke in Wassertrüdingen (Schauma Schampoo) benutzt. Da aber bis zum jetzigen Zeitpunkt die Sicherheitstechnik noch nicht installiert ist, muß immer ein Mann die Straße sichern so daß der Zug weiterfahren kann. Inzwischen sind die Arbeiten an der Streckenertüchtigung im Gang und auch neue Bahnsteige werden schon gebaut.

Interessant ist, daß die Bayernbahn GmbH mit Sitz in Nördlingen ein Tochterunternehmen des bayerischen Eisenbahnmuseums in Nördlingen ist. Das Eisenbahnmuseum ist wirklich sehenswert. Es hat einen ganz ansehnlichen Fahrzeugpark mit historischen Lokomotiven (Dampf, Diesel, Elektro) und Waggons, die zum Großteil alle fahrbereit sind und die für Sonderfahrten in ganz Deutschland eingesetzt werden. Näheres findet ihr auf der Internetseite des Museums. Zum Fahrzeugpark gehört auch eine S 3/6 der ehemaligen Königlich Bayerischen Staatsbahnen, eine der schönsten Dampflokomotiven die jemals gebaut wurde. Ich konnte diese Lok zufällig an eben diesem Bahnübergang Heimostrasse/Hainsfarth fotografieren.

21. Juni 2022
Und zum Schluß noch eine gute und eine schlechte Nachricht.

Zuerst die schlechte: Die Tage werden wieder kürzer.
Und nun die gute: Heute beginnt der Sommer.

2 Kommentare
    • Johann
      Johann sagte:

      Vielen Dank für die Glückwünsche – ich gebe das an sie weiter.

      Und ja, das ist Nördlingen. Da hast du aber Glück gehabt, daß du so ein tolles Foto schießen konntest. Das Schöne an Nördlingen ist, daß die ganze Stadtmauer noch erhalten ist und man auf dieser um die ganze Stadt gehen kann.

      Das Eisenbahnmuseum ist wirklich gut ausgestattet und ein Besuch lohnt sich, besonders wenn irgendwelche Veranstaltungen sind, z.B. die Rieser Dampftage vom 20 – 21. August 2022.

      Viele Grüße
      Johann

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